domingo, 12 de diciembre de 2010

Plätze haben Persönlichkeit. Sie spiegeln das Viertel wieder, sind Treffpunkt verschiedenster Menschen und Schauplatz vielfältiger Emotionen. Hier wird gelacht und geweint, geredet und gesungen, geliebt und gehasst. Plätze haben viele Gesichter - und Plätze gibt es in jeder Stadt.

Die Plaça La Drassana ist wohl der authentischste Platz in Palma. Hier, wo einst die Fischer ihre Netze reparierten, zeugen auf den ersten Blick lediglich die Norays von der maritimen Vergangenheit. In der Mitte des Platzes ein Brunnen und die Statue des Navegante Jaime Ferrer aus dem 14. Jahrhundert, gesäumt von majestätischen Bäumen die im Sommer willkommenen Schatten spenden.
Regierungsgebäude, Bürgerhäuser und Stadtpaläste sind im Kreis um den Platz angeordnet. In den Terrassen der fünf Bars mischt sich ein bunt gemischtes Publikum. Hier sind Pollitiker ebenso Kunden wie Fischer, Arbeiter und Zigeuner aus dem Viertel, Passanten, Touristen oder Bohemiens aus der Altstadt. Vom nahen Hafen kommen durstige Yachties zu ihren Feierabenddrinks und die Halbwüchsigen auf dem Platz versuchen, möglichen Konsumenten ein bisschen Hasch oder Koks anzudrehen. Spontane Flamenco-Sessions, ambulante Verkäufer und ein Obdachloser, der auf den Bänken oder in einem der Hauseingänge "wohnt", gehören mit zum Bild.
Die Plaça hat für alle Platz.

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